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Staffelstabübergabe in der Geschäftsführung der Immanuel-Miteinander Leben GmbH: Nach 16 Jahren im Amt ist Herbert Blum im Dezember in den Ruhestand getreten und hat die Geschäfte des diakonischen Trägers in der Alten- und Eingliederungshilfe ab Januar vollständig an Thorsten Gerenkamp übergeben. Bereits im September war Gerenkamp von der kaufmännischen Leitung in die Co-Geschäftsführung der Tochtergesellschaft der Immanuel Albertinen Diakonie aufgestiegen. 

Jürgen Roß, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Immanuel Albertinen Diakonie: „Wir freuen uns sehr über Thorsten Gerenkamp als neuen Geschäftsführer und danken Herbert Blum für seinen außerordentlichen Einsatz. Es ist vor allem dem Engagement von Herrn Gerenkamp und Herrn Blum zu verdanken, dass Immanuel Miteinander Leben erfolgreich durch herausfordernde und bewegte Zeiten geführt wurde und heute gut aufgestellt ist. Beide stehen für eine zukunftsorientierte Weiterentwicklung.“

Zu Immanuel Miteinander Leben gehören acht Einrichtungen in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, darunter fünf Pflegeeinrichtungen, zwei besondere Wohnformen für Menschen mit abhängigkeitsbedingten Erkrankungen und eine besondere Wohnform für Menschen mit psychischen Erkrankungen. Immanuel Miteinander Leben hat rund 530 Mitarbeitende und einen Jahresumsatz von 32 Millionen Euro. 

Der Name ist Vision

Unter der Führung von Herbert Blum hat sich die Gesellschaft seit 2010 inhaltlich und wirtschaftlich kontinuierlich weiterentwickelt - ab Februar 2018 in enger Zusammenarbeit mit Thorsten Gerenkamp als kaufmännischem Leiter. 

„Aus einem Verbund einzelner Einrichtungen ist ein standortübergreifendes Miteinander geworden. Wir haben verbindende Strukturen gestärkt, Synergien für Prozesse und Standards genutzt und die Teams vor Ort enger miteinander vernetzt – ob im Qualitätsmanagement, bei der Arbeitssicherheit oder bei Personalfragen, aber genauso auch bei regelmäßigen Zusammentreffen für den menschlichen Austausch “, so Herbert Blum. „Miteinander leben stand im Fokus der Arbeit. Der Name war die Vision.“ Zugleich habe jede Einrichtung ihr ganz eigenes Profil beibehalten, um so individuell wie möglich auf die Bedürfnisse der anvertrauten Menschen eingehen zu können.

Unter Herbert Blums Leitung hat Immanuel Miteinander Leben auch inhaltlich neue Wege beschritten. Ein Leuchtturmprojekt war das vom Bundesfamilienministerium geförderte Qualitätssiegel Lebensort Vielfalt, das das Immanuel Seniorenzentrum Schöneberg 2018 als erste Pflegeeinrichtung in Deutschland für seine queersensible Arbeit erhielt. Ein weiterer Meilenstein war die Eröffnung des neu gebauten Immanuel Seniorenzentrums Elstal in Brandenburg 2019.

Zukunftsplan Wachstum

„Es fällt mir sehr leicht, meine Aufgaben an Thorsten Gerenkamp zu übergeben“, sagt Herbert Blum. „Wir haben in den letzten Jahren bereits viel gemeinsam bewegt und erreicht. Thorsten Gerenkamp arbeitet mit Akribie und großem Engagement. Dabei zeichnet ihn nicht nur sei kaufmännisches Geschick aus, sondern vor allem auch seine sympathische, kreative, intelligente, diplomatische und den Menschen zugewandte Art.“

Der 46-Jährige Betriebswirt Gerenkamp, gebürtig aus Nordrhein-Westfalen, begann seine Laufbahn in der Altenhilfe bei der Caritas. Er setzt als Geschäftsführer auf „Kontinuität mit neuen Akzenten“. 

„Ich möchte mit den Menschen vor Ort Bestehendes weiterentwickeln. Jeder unserer Standorte hat Potenzial – sei es durch neue oder durch erweiterte Angebote. Darauf freue ich mich“, sagt Gerenkamp. „Und wir wollen weiterwachsen – etwa durch Kooperationen mit anderen Trägern, die gut zu uns passen, oder durch eigene neue Einrichtungen. Wir wollen das ganze Spektrum der Eingliederungshilfe und Pflege – ambulant, teilstationär und stationär – ausbauen.“

Im Zentrum stehe immer die Arbeit vor Ort, die jeweils unterschiedlich maßgeschneidert auf die Bedürfnisse der Region sein müsse. „Als eher kleinerer Marktteilnehmer sehen wir in dieser Fokussierung einen großen Vorteil gegenüber Pauschalanbietern mit gleichen Rezepten für alle,“ betont Gerenkamp.

„Seid gut zu den Menschen“

Die Grundlage der Arbeit sei für ihn das christliche Menschenbild, so der Katholik: „Das bedeutet: gelebte Wertschätzung, Augenhöhe, Freundlichkeit – unabhängig von Position und Berufsgruppe.“

Andreas Mende, Konzerngeschäftsführer der Immanuel Albertinen Diakonie: „Wir danken Herbert Blum für seinen langjährigen Dienst zum Wohle der Menschen. Er stand wie kein anderer für Immanuel Miteinander Leben mit seinem Verständnis von Führung als Dienstleistung für die Einrichtungsleitungen und Mitarbeitenden, aber auch im stetigen Streben nach guten Rahmenbedingungen. Mit großer Freude haben wir die Geschäftsführung an Thorsten Gerenkamp übergeben. Sein Engagement hat die Immanuel Miteinander Leben bereits hervorragend vorangebracht. Für seine weitere Arbeit als Geschäftsführer wünschen wir ihm viel Erfolg und Gottes Segen.“

Herbert Blum verabschiedete sich aus der Immanuel Albertinen Diakonie und der Immanuel Miteinander Leben mit den Worten: „Seid gut zu den Menschen. Wo Diakonie drauf steht, muss auch Diakonie drin sein.“

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